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Bewegung

Krebspatienten verändern mit der Diagnose Krebs ihre körperliche Wahrnehmung. Aus einer starken Sensibilisierung auf das betroffene Organ entwickelt sich häufig eine umfassende Verunsicherung bezüglich des eigenen Körpers. Weiterhin haben die Anstrengungen der Operation, Chemo- oder Bestrahlungstherapie die körperliche Leistungsfähigkeit stark reduziert.

Die Bewegungstherapie nutzt diese körperbezogene Sensibilität um dem Betroffenen auch die gesunden Seiten seines Körpers zu zeigen, bzw. spüren zu lassen. Wieder Vertrauen in den eigenen Körper, eine verbesserte Leistungsfähigkeit und ein positives Körperbild sind das Ziel.

Diese Möglichkeiten werden ambulant im Haus LebensWert und natürlich situationsangepasst auf der Station angeboten.

Im stationären Bereich ist das Hauptanliegen, den Patienten zur Bewegung zu motivieren und ihm positive Körpererlebnisse zu vermitteln. So können Feldenkrais-Übungen oder einfache im Bett auszuführende Kraft- und Beweglichkeitsübungen die durch Ruhigstellung bedingte Konditionsverschlechterung verzögern. Ergänzt werden diese Maßnahmen durch Entspannungsverfahren.
Darüber hinaus erlebt sich der Patient als aktiv und handelnd, mobilisiert Kraftreserven und regeneriert schneller. Das Angebot der ambulanten Bewegungstherapie reicht von Kursen für die allgemeine Fitness, dem Nordic Walking, speziellen Angeboten für Mammakarzinompatientinnen, Beckenbodengymnastik für Männer bis zu Entspannungsverfahren, Feldenkrais und Tai-Chi.

Im ambulanten Bereich kann der Patient in einem überschaubaren Rahmen, losgelöst von alltäglichen Situationen sein körperliches Wohlbefinden steigern. Mit zunehmender Vitalität erlangt er seine physische Autonomie zurück und steigert seine Lebensqualität.

Über das Medium Bewegung werden in der Sport- und Bewegungstherapie Eigenaktivität, Eigenverantwortung und gesundheitsbewusstes Verhalten gefördert.

Zuständig für den Bereich Bewegungstherapie:

Alex Fissmer, Dipl.-Sportlehrer