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LebensWert | Veranstaltungen im Rückblick

27.11.2011 | LebensWert Weihnachtsgala 2011

„Jeder Daach ist e Jeschenk“

Viel gesungen wurde bei der 15. Weihnachtsgala von LebensWert. Auf der Bühne und kräftig auch im Publikum. Es kam dabei ein enges Zusammengehörigkeitsgefühl auf sowie eine besinnliche und zum Teil sogar fröhliche Stimmung. Eine gute Mischung am ersten Adventssonntag und eine gelungene Einstimmung auf die Vorweihnachtszeit.


„Erstaunlich, dass schon wieder ein Jahr vorbei ist.“ Das hörte man mehrfach beim Sektempfang vor dem KOMED-Saal. Man sieht sich, man trifft sich, man erzählt und man ist auf jeden Fall dabei, wenn‘s zur LebensWert-Weihnachtsgala geht. Ein Fest, das alle verbindet, die sich im Verein LebensWert engagieren – von den Mitgliedern über den Vorstand und den Beirat bis hin zu den Förderern des Vereins, aktuellen und ehemaligen Patienten und so manchen Kölner Bürgern, die sich für die Arbeit des Vereins interessieren.


Fröhlich ging es in diesem Jahr zu und sogar ein wenig familiär. Dafür sorgte schon die Kölner Band „De Familich“, die den Reigen der künstlerischen Darbietungen mit dem Song „Familijedach“ der Bläck Fööss eröffnete. Damit war das Eis gleich gebrochen. Es folgte „Jeder Daach is e Jeschenk“, ein Song, dessen Text für so manche der anwesenden Patienten eine besondere Bedeutung hatte.

Etwas besinnlicher ging es weiter mit der Lesung „Das vertauschte Weihnachtskind“ durch Ingeborg Semmelroth, der Geschichte eines kleinen Mädchens, das sich vom Weihnachtsmann nichts sehnlicher wünscht als ein Brüderchen.

Fröhlichkeit und Besinnlichkeit


Bewegend war wie jedes Jahr die Darbietung des LebensWert-Chors unter der Leitung von Jong-Cheol Park von der Oper Köln, wobei beim Song „Hey Jude“ der Beatles noch eher zaghaft im Publikum mitgesungen wurde. Beim Abschlusslied „Wir sagen Euch an den lieben Advent“ stimmten dann viele Anwesende kräftig mit ein und es kam gleich ein wenig weihnachtliche Stimmung auf.


Mit einer musikalischen Darbietung der besonderen Art ging es nach der Pause mit dem „Chor der Jungen Mediziner“ unter der Leitung von Maximilian Gerhard weiter und damit mit 20 Medizinstudenten, die sich im Anatomiekurs zusammengefunden haben. Sie haben das Gala-Publikum begeistert und sogar zur „Standing Ovation“ gebracht. Heiter wurde es, als der Kölner Comedian Robbi Pawlik, alias Bademeister Schaluppke, seine Geschichten aus dem Kölner Kombibad Zollstock zum Besten gab.

Dabei aber sollte es nicht bleiben, zum Ausklang des Abends gab es wiederum eine gemeinsame Singrunde bei „Frau Höpker bittet zum Gesang“. Dieser Aufforderung kam das Publikum nach und das mit sichtlicher Freude am Gesang, die sich auf die Gäste – angefangen von Professor Dr. Michael Hallek über verschiedenste Vertreter des öffentlichen Lebens, die dem Verein LebensWert verbunden sind, und die anwesenden Mitgliedern aus Vorstand und Beirat bis hin zu Beiratsmitglied Dr. Fritz Pleitgen, Präsident der Deutschen Krebshilfe und ehemaliger WDR-Intendant – übertrug.

„Perspektiven aufzeigen, Zuversicht schaffen“


„Ein besinnliches, aber auch ein fröhliches Fest“, so fasste Kabarettist Lüder Wohlenberg, der bereits das zweite Mal die LebensWert-Weihnachtsgala moderierte, den Abend zusammen. Damit wurde aus seiner Sicht genau die Stimmung getroffen, die LebensWert vermitteln will: „Es soll sich nicht immer alles um die Krankheit und die damit verbundenen Probleme drehen“, sagte der Arzt und Kabarettist Wohlenberg. „Mit Humor und auch mit Spaß kommt man besser über so manche Lebenskrise hinweg“, ergänzte er. „Wir wollen mit der Gala auch dazu beitragen, Perspektiven aufzuzeigen, Zuversicht zu schaffen und Lebensgefühl zu vermitteln.“

Das ist nach Meinung von Uwe Schwarzkamp, Geschäftsführer des Vereins LebensWert, bestens umgesetzt worden: „Die Weihnachtsgala ist jedes Jahr ein Highlight unserer Arbeit. Es war dieses Mal ein von Fröhlichkeit und Sangeskraft getragenes, gelungenes Fest in familiärer Atmosphäre.“

 

30.11.2011 | Onko-Walk 2011

Bei trockenem Wetter und milden Temperaturen ging es am Sonntag, den 30.11. kurz nach 10:00 Uhr los, um dann nach der ersten Kaffeepause bei Kilometer 3, die angekündigte Besteigung des Monte Troodelöh in Angriff zu nehmen. Dadurch entstanden nicht nur mehr Höhenmeter, sondern auch eine um ca. 1,2 km längere Gesamtstrecke. Die Teilnehmer, die bei der Besteigung noch über genügend Sauerstoff- und Kraftreserven verfügten, konnten sich sogar im Gipfelbuch dieser „auffallenden Bergspitze“ verewigen.
Die 2. Verpflegung folgte dann bei Kilometer 13, um abschließend ganz entspannt die letzten 2 km zum Ausgangspunkt zurück zu walken. Neben dieser Bergstrecke gab es, wie in den Jahren zuvor, auch eine kürzere Flachstrecke mit ca. 7 km.
Unverändert werden diese beiden Strecken auch im nächsten Jahr angeboten, da wird der ONKO-WALK dann am 28.Oktober stattfinden (Bitte vormerken!!).

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Fotos ©

 

10.07.2011
UNA SERATA ITALIANA | Ein italienischer Arienabend

Im Juli hatte die Oper Köln zusammen mit LebensWert zu einer „Serata italiana“ ins Kölner Limelight geladen. Neben Arien von Mozart, Verdi und Puccini bot der Benefiz-Abend auch Kulinarisches sowie Literarisches von und mit Elke Heidenreich


Schon früh ist das Kölner Limelight gut gefüllt. Sektgläser klirren. Das Ambiente ist festlich, die Stimmung gut. Schnell sind die Tombola-Lose verkauft, die drei Glücksfeen den ankommenden Gästen anbieten. Keine Wunder, schließlich gibt es tolle Preise zu gewinnen, und das auch noch für einen guten Zweck. Es ist ein Benefizabend für LebensWert und der hat es in sich:


Punkt 18 Uhr erfüllen Arien von Mozart, Rossini, Donizetti, Verdi und Puccini – hervorragend dargeboten von Mitgliedern des Internationalen Opernstudios der Oper Köln – den voll besetzten Raum. Die Melodien berühren das Herz. Gebannt hängen die Zuschauer den jungen Sängerinnen und Sängern an den Lippen. Die dazu gereichten Antipasti – Nebensache. Erst nach allen Beiträgen lässt sich ohne Ablenkung das italienische Menü genießen.


Zwischendurch liest die Autorin, Moderatorin und Opern-Liebhaberin Elke Heidenreich aus Helmut Kraussers „Die kleinen Gärten des Maestro Puccini“ sowie aus ihrem eigenen Werk „Eine Reise durch Verdis Italien“. Marc Aurel Floros begleitet sie am Klavier. Spritzig und humorvoll ist sie, wie man sie so kennt. Sie lacht viel. Doch sie schlägt auch nachdenkliche Töne an. Da sie selbst vor einigen Jahren an Brustkrebs erkrankt war, hat sie gern ihre Teilnahme an diesem Abend zugesagt. Kurz schildert sie, wie eiskalt sie damals die Diagnose Krebs erwischt hat.


Doch schnell wird klar: Elke Heidenreich gehört nicht zu den Menschen, die mit ihrem Schicksal hadern. Nie hatte sie sich gefragt „Warum ich?“ Im Gegenteil. Sie betrachtete die Diagnose nüchtern. „Ja warum denn nicht ich? Warum denn immer die anderen?“ Es klingt nach dem Eintreffen eines statistischen Ereignisses. Doch bei allem Pragmatismus findet Elke Heidenreich auch Worte des Mitgefühls und schließt mit der vielleicht perfekten Botschaft für alle an Krebs erkrankten Menschen. „Man darf Eines nicht: verzagen.“ (AB)

Fotos © vvg-koeln